Warum ich für Tilsit bin

Год назад, в статье «Почему я за Тильзит», я привел свои аргументы, почему считаю правильным вернуть городу Советску историческое название: 40161.ru/blog/blog/491.html
В то же время я перевел её на немецкий. И только сейчас пришла идея опубликовать перевод. Для всех, кто говорит на немецком, изучает и интересуется этим красивым, чётко структурированным и упорядоченным языком.

Die Diskussion darüber, ob man Sovjetsk in Tilsit umbenennen oder den heutigen Namen beibehalten sollte, hält bis heute an. Das erklärt sich nicht nur durch die Unsicherheit in der Selbstidentifikation der Einwohner, sondern auch und vor allem durch unterschiedliche Ansichten zu Fragen der Entwicklung der Stadt. Die eine Partei betrachtet den Namen “Sovjetsk” als etwas Eigenes, Sowjetisch-Russisches und sieht darin eine Bekräftigung, dass die Stadt jetzt russisch ist, die andere Partei kämpft für die Rückbennenung der Stadt mit der Begründung, dass der Name “Tilsit”, älter, berühmter und perspektivreicher ist. Das Fehlen einer logischen Verbindung zwischen dem russischen Namen und der historischen Bedeutung Tilsits verursacht eine eigenartige Dualität in der Ausprägung des Images der Stadt. Im Jahre 2011 wurde das Wappen der Stadt durch das alte aus der Hohenzollernzeit ersetzt und gemäß den Empfehlungen des Heraldik-Rates beim Präsidenten der Russischen Föderation wurde vom Stadtparlament die ost-preußische rot-weiß-grüne Fahne wieder eingeführt.

Beide Namen – Sovjetsk und Tilsit – haben eine große symbolische Bedeutung. Jeder Name beinhaltet die Reflexion einer bestimmten Epoche mit ihren je spezifischen Werten und Lebensweisen. Sovjetsk assoziiert man direkt mit der sowjetischen Zeit, Tilsit dagegen mit der längeren Periode der Stadtentwicklung während der Zugehörigkeit zu Ostpreußen. Die Sowjetunion ist längst in die Vergessenheit versunken. Ihr sozial-ökonomischer und politischer Aufbau haben zur absoluten Zahlungsunfähigkeit geführt. Die in sowjetischer Zeit gegründeten Betriebe, die ehemals die Grundlage des Wirtschaftsleben der Stadt darstellten, wurden geschlossen. Das gleiche Schicksal ereilte einige soziale Einrichtungen – Schulen, Fachschulen, Krankenhäuser. Alles, was geblieben ist, sind hässliche blockartige Häuser und heruntergewirtschaftete Höfe. Das mentale Erbe der Sowjetunion – Fehlen von persönlicher Initiative, Parasitismus, Misswirtschaft, Priorität des Staates vor dem Individuum — bremst immer noch die Entwicklung des Landes. Das Wort “Sovjetsk” wirkt schon auf Grund seiner Herkunft als ein Symbol dieses Erbes. Mit der Beibehaltung dieses Namens billigen wir unbewusst jene Grundsätze, Eigenschaften und Verhältnisse, die man unter dem Begriff “Sovok” subsummiert, wobei man mit “Sovok” all das Negative der Sowjetzeit meint.

Tilsit steht natürlich ebenfalls für eine längst vergangene Zeit. Aber dieser Name beinhaltet dank bestimmter Faktoren eine ganz andere symbolische Bedeutung. Vor allem ist das die Geschichte, die die Stadt berühmt gemacht hat. Zweitens ist das jenes architektonische und städtebauliche Erbe, ohne das das heutige Sovjetsk nur ein erbärmliches, gesichtsloses Ghetto wäre. Schließlich ist das Tilsits Zugehörigkeit zur europäischen Zivilisation mit all ihren Werten. Egal wie sehr man auch versucht, uns von der These eines besonderen Weges des Russischen Staates zu überzeugen, der Verstand und die Realitat bezeugen, dass wir, d. h. besonders jene, die auf diesem historischen Boden leben, ein Teil der europäischen Welt sind. Respekt vor der Persönlichkeit des Menschen, seinen Rechten und seiner Freiheit, Unterordnung des Staates unter die Interessen der Gesellschaft, aktiver Einfluss der Bürger auf die kommunale Verwaltung, Entwicklung der privaten Initiative – all das und mehr bilden jene grundlegenden Prinzipien, auf denen das Wohlbefinden dieser Welt ruht. Die Rückbesinnung auf den Namen “Tilsit” würde uns helfen, mit der Zeit das Minderwertigkeitsgefühl, das aus der sowjetischen Vergangenheit herrührt und noch die Gegenwart bestimmt, zu überwinden. Wir könnten uns dann unsere Stadt als eine einzigartige, fest in Europa verwurzelte und weltberühmte aneignen.

Ein gutes Beispiel für eine solch gelungene Metamorphose ist Sankt-Petersburg. Nachdem die Stadt den Namen des inzwischen bei vielen verhassten Bolschewikenführers abgelegt hatte, gewann sie zusehends ein neues Image und entwickelte sich zu einem beliebten Wallfahrtsort für Auslands- und Inlandstouristen. “Wie man das Schiff nennt, so schwebt es”, besagt eine russische Volksweisheit. Viele sehen darin freilich nur ein schönes Wort, das mit der harten Realitat nicht unbedingt übereinstimmen muss. Der kommerzielle Erfolg vieler Unternehmen, die mit klangvollen und einfachen Namen arbeiten, bestätigen aber diese Volksweisheit. Dem Alter einer Firma wird große Bedeutung beigemessen. Deshalb wird bei Besitzerwechel meist auch versucht, den alten Namen beizubehalten. Das Alter einer Firma gilt als verlässliches Zeichen von Solidität. Man verbindet es ideell mit dem Begriff Erfolgsstory.

Es gibt wohl keine Stadt Europas, die nicht die Bedeutung von “Branding” erkannt hat. Man strebt danach sich zu einer Marke mit starker Anziehungs- bzw. Austrahlungskraft zu entwickeln. “Branding” kommt der touristischen Attraktivität und der Werbung zugute und fördert die kommerzielle Entwicklung. Deshalb ist “Branding” schon seit langem eine der Hauptrichtungen der Kommunalpolitik. Allmählich kommt dieses Markendenken nun auch bei uns an. Es ist aber schwierig, etwas Positives mit der Marke “Sovjetsk” zu verbinden. Es stellen sich sofort negative Assoziationen mit der sowjetischen Epoche ein. Sie halten russische Touristen von einem Besuch der Stadt ab. Den ausländischen Touristen aber ist eine Stadt mit dem Namen “Sovjetsk” zumeist völlig unbekannt. Sie reagieren aber, wie Erfahrungen belegen, sehr lebendig, wenn sie das Wort “Tilsit” hören.

Man kommt nun leider nicht umhin zuzugeben, dass die Chancen einer Umbenennung von Sovjetsk in Tilsit im heutigen Russland noch extrem gering sind. Vor kurzem hat eine Umfrage in einem sozialen Netzwerk des Internets ein überraschendes Ergebnis erbracht: Die Mehrheit der befragten jungen Leuten zieht den sowjetischen Namen vor. Dabei führen sie zur Begründung ihrer Entscheidung vor allem emotionale Argumente an: “Dafür haben unsere Großväter gekämpft!” Das darf freilich nicht erstaunen in einem Land, in dem eine Atmosphäre der militarischen Hysterie, historische Unkenntnis, der Siegerkult in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg und ein negatives Bild vom Westen vorherrschen.

Und mehr noch: Die Rückbenennung in Tilsit durch eine Stadtverwaltung, die die deutsche architektonische Erbschaft planmäßig zerstört und die Geschmacklosigkeit in der Stadtgestaltung triumphieren lässt, wäre die reinste Blasphemie. Also heißt es geduldig abzuwarten und zu hoffen, dass der gesunde Menschenverstand in Russland irgendwann die Oberhand gewinnen und die Meinung der gebildeten, unternehmungslustigen, auf die Zukunft orientierten Leute in der Stadtverwaltung und in der Kommune den Ton angeben wird, d. h. der Leute, die in der Rückbesinnung auf den historischen Namen einen Ausgangspunkt für das Wiederaufleben der Stadt sehen.


Почему я за Тильзит

Дискуссия о том, нужно ли переименовывать Советск в Тильзит или оставить прежнее название, не прекращается уже многие годы. Подобная живучесть спора объясняется не только неопределённостью в самоидентификации жителей, но и разными взглядами на вектор развития муниципалитета. Одна сторона воспринимает название «Советск» как что-то своё, советско-российское, другая ратует за возращение городу довоенного имени «Тильзит» как более древнего, известного и перспективного. Своеобразную двойственность в восприятие городского имиджа вносит отсутствие логической связи между советским названием и исторической символикой Тильзита. В 2011 г. депутаты Советска, руководствуясь рекомендациями Геральдического совета при Президенте РФ, вернули городу немецкий герб с элементами родовой геральдики Гогенцоллернов, а также прусский красно-бело-зелёный флаг. Читать дальше


Утерянный город

Наконец пришло время и для меня познакомиться с «Тильзитскими доминантами». В адрес уже ставшей известной в г.Советске и за его пределами книги Татьяны Урупиной сказано множество приятных слов, к которым я, с радостью, присоединяю свои. Помню, когда она появилась, первая мысль, пришедшая в голову, была: «Неужели здесь еще есть люди, способные на такой подвиг!». Теперь я могу подтвердить это на полном основании – это действительно подвиг! В нынешнее тяжёлое время выпустить издание такого высокого качества, как по содержанию, так и по художественному оформлению – это многого стоит. За внешне увлекательной манерой повествования, интересными и яркими иллюстрациями, скрыт поистине титанический исследовательский труд.
Читать дальше


Советск - немецкий город с максимально советским названием. Репортаж ОТР



www.youtube.com/watch?v=3jetLHqFpCc


Стич: «Я проснулся утром, а мотоцикл уехал без нас с Робертом».

Сегодня у меня такое название.
Если честно, я не думал, что буду обновлять блог так часто, и писать в него каждый день.
Однако, жизнь удивительна на события — приятные и не очень.
Вчера, когда эмоции вышли в огромный плюс, некто решил отыграться и повернуть их на минус.
Вскрыв гараж, вор, взял только мотоцикл, не позарившись на другие ценные вещи у него под рукой.
Поэтому, сегодня мы с Робертом — осиротевшие, а множественные репосты о поиске мотоцикла в сети, пока не дали результатов.
Спасибо всем кто с нами, кто помогает и поддерживает.
А я так надеюсь, на то, что проснусь следующим утром — а наш желтый, веселый и мощный BMW стоит у нас под окнами.
Фото недельной давности.
собака байкер


Собака-байкер: «Я проснулся однажды утром и обнаружил, что знаменит»

Сегодня то утро, о котором есть классическое, устоявшееся выражение, которое я и вынес в заголовок. Все события случились благодаря сайту 40161.ru и их первой публикации в ВК обо мне, когда администрация разместили новость о моем блоге. И я выражаю ей свою благодарность: и собачью, и человеческую.
собака байкер
Читать дальше


Ноги тильзитского лося.

Не смотря на то, что я мотопёс, собака-байкер и motodog, я все же часто гуляю и на своих четырех лапах, придумывая собственные Стичинения — стихотворения, сочиненные Стичем.

"… Собачьей предаваясь, грусти,
я бродил у ног от символа Восточной Пруссии.
Пытался уловить лосинный дух,
я в черный кожаный свой нюх!.."
собака байкер


Мотопёс из Советска - первый в истории российский член Международного мотоклуба BikerDogsMC

Я стал первой собакой-байкером из России, которая была принята в Международный мотоклуб BikerDogsMC (Biker Dogs Motorcycle Club International).
Этот клуб основан Джесси Лейном в 2000 году в Окленде, штат Калифорния (США) и сейчас в нем насчитывается 134 членов собак-байкеров из 11 стран (США — Канада — Япония — Великобритания — Италия — Швеция — Бельгия — Северная Ирландия — Испания — Норвегия – Финляндия). А теперь к списку прибавится и Россия!
Мне пришло письмо, где сказано, что клуб гордится моим вступлением!
И я, честно признаюсь, тоже горд!
собака байкер, biker dog


Открытие мотосезона 2014 г. в Калининградской области

1 мая прошло знаковое событие для байкеров – Открытие мотосезона 2014 г. Конечно, мы все в реале открываем его раньше, чем вместе собираемся в Калининграде на Сельме, у ДС «Янтарный», но традиции есть традиции.
Колонной из Советска мотоклуб Legion39 MC отправился в Калининград, чтобы принять участие в Открытии мотосезона, я ехал со своим хозяином Робертом рядом с флагом!
собака байкер
Читать дальше


Я такой, и нас таких много)

На самом деле в том, что мне нравятся мотоциклы и езда на них, нет ничего удивительного. Во всем мире очень много собак разделяют мое увлечение. Не смотря на то, что мы лохматые, четвероногие и хвостатые, все, что касается чувств полета, любви к реву моторам и быстрой езде, мы ощущаем также как и люди.
собака байкер


Блоги, Тильзит